Firmengruendung Mississippi USA

Im Süden der Vereinigten Staaten von Amerika liegt der Bundesstaat Mississippi. 125.434 km² misst dieser Bundesstaat und hat 2.951.996 Einwohner. Jackson ist die Hauptsstadt und gleichzeitig Handelszentrum. Es werden Elektromaschinen, Lebensmittelkonserven, Ton- und Glaswaren sowie Möbel und Bekleidung produziert. Angebaut werden Sojabohnen und Baumwolle.

„The Lost State” – so wird Mississippi von vielen Ostküstenamerikanern bezeichnet. Der Bundesstaat im tiefen Süden ist der ärmste aller US-Staaten.

Die Bevölkerung wird von Weißen maßgeblich geprägt und nach den Idealen der alten Konföderation geformt. Das Land hat viele Gegensätze. Noch immer lebt der Agraradel, der auch jetzt noch riesige Plantagen besitzt, dort. Die Landarbeiter, meist Afro-Amerikaner, wurden schon lange durch Landmaschinen ersetzt und leben heute nach wie vor in extremer Armut. Einige Demokraten traten teilweise bis in die 1980er Jahre offen für die Rassentrennung ein.

Als 20. Staat wurde Mississippi am 10. Dezember 1817 in die Union aufgenommen. Doch im Jahre 1861 sagte es sich als zweiter Staat nach South Carolina von der Union los.
Der Präsident der Konföderierten Staaten von Amerika, Jefferson Davis, war Bürger Mississippis. Noch bis heute spielt dieser Teil der Geschichte eine ausschlaggebende Rolle in der Selbstwahrnehmung. Den 13. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten (Abschaffung der Sklaverei), lehnte Mississippi 1865 ab. Erst 1995 erfolgte die Ratifizierung als letzter US-Bundesstaat.

Die Sklaven kamen mit den Plantagen

Die Indianerstämme der Natchez, Caddo und Chickasaw bewohnten das Gebiet des heutigen Mississippi. Mit den „Hernando Soto” kamen die ersten Europäer. In der Gegend von Biloxi wurden die ersten französischen Ansiedlungen errichtet. Von New Orleans aus drangen die Franzosen immer weiter in das Territorium des heutigen Staates ein und gerieten dabei in häufige Auseinandersetzungen mit den Natchez, welche 1729 durch eine militärische Konfrontation fast ausgerottet wurden. Doch auch die Franzosen verließen das Staatsgebiet. So fiel das östlich des Mississippi River gelegene Gebiet 1763 an Großbritannien. Die südliche Gegend profitierte ökonomisch noch stark von den Franzosen in New Orleans, da sie die Viehzucht und Holzindustrie, sowie Früchte, Reis, Tabak und eine bestimmte wertvolle Baumwollart mit brachten. Die Franzosen führten das Plantagensystem und somit auch die Sklavenarbeit ein.
Bei der ersten Migration handelte es sich um wirtschaftliche Gründe von Menschen mit einem größtenteils mittelständischen Hintergrund. Es wurde die Stadt „Natchez” gegründet. Nach der Ablehnung des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges fiel das Gebiet an Spanien. Die spanische Krone gewährte den Siedlern der Gegend viele Privilegien: Steuerfreiheit, einen festen hohen Preis für den dort angebauten Tabak und eine großzügige Landvergabe an Neusiedler. Es wurden Sklaven angeschafft – dabei verschuldeten sich die Siedler im Vertrauen auf die hohen Tabakpreise. Nach der Durchführung der Tabaksubvention sahen sich viele Siedler von der plötzlichen Armut bedroht. Erst recht spät kamen sie auf die Idee, Baumwolle im großen Stil anzubauen, welche schließlich zur bestimmenden Ertragsbasis der Südstaatenökonomie werden sollte. Um 1800 hatten die meisten Plantagen im südlichen Mississippi auf Baumwolle umgestellt.

Glücksspiel als Wirtschaftsfaktor

Im 20. Jh. ließ der Bundesstaat Mississippi als dritter Staat das Glücksspiel wieder zu. Nach Nevada entwickelte sich hier seit 1900 die zweitgrößte Glücksspielindustrie der USA. Ihr Ballungsraum liegt in Biloxi, erstreckt sich dann aber die gesamte Golfküste entlang.
Seit den 1960ern betrieb die sogenannte „Dixie Mafia” bereits große und gut gehende Casinos, das Ausmaß illegalen Glücksspiels in Biloxi überstieg den von Atlantic City. So hat Mississippi eine lange Erfahrung mit illegalem Glücksspiel. Auf Schiffen ist das Glücksspiel seit 1900 legal. Diese müssen an einem Kai festgemacht sein – ein Losmachen der Boote ist sogar verboten. Der Hurrikan Katrina von 2005 traf die Bootscasinos allerdings sehr schwer, so dass sich die Glücksspielindustrie seitdem in einer Erholungsphase befindet.

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